Landwirt vor einer Herde Schweine im Stall (© Deutsche Tiernahrung Cremer).
Rinderfachberater und Landwirt unterhalten sich über eine nachhaltige Fütterung in der Schweinemast (© Deutsche Tiernahrung Cremer).

Aktuelle Untersuchungen zeigen eine positive Entwicklung der Stickstoffeffizienz und der Emissionsreduktion in der Schweinemast. Das berichtet der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Studienergebnisse stimmen optimistisch, dass sich die ambitionierten Ziele in Bezug auf die Emissionsreduktion in der europäischen Tierhaltung erreichen lassen. Eine immer effizientere Versorgung der Schweine mithilfe moderner, hochoptimierter Futterkonzepte erscheint als Schlüssel. Deutsche Tiernahrung Cremer und neun weitere Mischfutterhersteller lieferten die Datenbasis für die aktuelle Analyse.

Die Landwirtschaft in Deutschland wird immer nachhaltiger. Dabei muss die konventionelle Tierhaltung einen schwierigen Spagat meistern. Einerseits Umweltbelastungen reduzieren, andererseits die Tiere bedarfsgerecht und vollumfänglich mit essenziellen Nährstoffen versorgen. Dabei sind die Klimaschutzziele ambitioniert: So plant Deutschland eine Reduktion der Ammoniakemissionen zwischen 2005 und 2030 um 29 Prozent. Damit dies gelingt, müssen alle Akteur*innen in der Tierhaltung zusammenwirken. Mischfutterhersteller wie Deutsche Tiernahrung Cremer leisten als Teil der Veredelungskette tierischer Lebensmittel einen wichtigen Beitrag.

Nachhaltige Fütterungstrends in der Schweinefütterung

Die Ergebnisse der Studie des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT) belegen erhebliche Fortschritte bei der Futtereffizienz und Emissionsreduktion in den letzten 20 Jahren. Die Resultate stimmen optimistisch, dass sich die gesteckten Reduktionsziele der Europäischen Union (EU) in der Schweinemast erreichen lassen.

Ergebnisse der DVT-Studie im Überblick

Die Untersuchung offenbart eine gestiegene Futtereffizienz in der Schweinemast. Demnach verbesserte sich die Futterverwertung im Untersuchungszeitraum um knapp 0,21 Einheiten. Das entspricht einer Reduktion der Futtermenge pro kg Zuwachs um knapp sieben Prozent.

Der Rohproteingehalt (XP) der untersuchten Mastfutter sank im Untersuchungszeitraum über alle Futtersorten hinweg kontinuierlich ab. Zugleich verringerte sich der durchschnittliche XP-Anteil in den ohnehin rohproteinarmen Endmastfuttern im Verhältnis besonders stark.

Mehrphasige Fütterungskonzepte in der Schweinemast sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Wie die DVT-Studie ergab, sank der Anteil an Universalmastfuttern im Untersuchungszeitraum von 24 auf drei Prozent. Parallel hierzu stieg der Anteil der Drei- und Mehrphasenmast auf 69 Prozent an.

Wie zu erwarten, ging auch die Menge des von Schweinen mit dem Futter aufgenommenen Rohproteins insgesamt zurück. Diese Entwicklung bildet eine logische Folge des sinkenden Rohproteingehalts (XP) der Mastfutter, des Trends zur Mehrphasenfütterung und besseren Futterverwertung. Gemäß der DVT-Studie sank die verfütterte XP-Menge zur Erzeugung von eines kg Lebendmasse zwischen den Jahren 2000 und 2020 um 17 Prozent.

Die Absenkung des Rohproteingehalts in Verbindung mit der Steigerung der Futtereffizienz führten zu einer Verringerung der Stickstoffemissionen (N-Emissionen). Selbst mithilfe des moderaten Berechnungsmodels der DVT-Studie ergab sich für die Untersuchungsperiode eine Reduktion der N-Emissionen um 26 Prozent.

Die Ergebnisse der DVT-Studie zur Mastfütterung gewähren einen repräsentativen Überblick der Stickstoffausscheidungen in der deutschen Schweinehaltung. Die Daten stammen vom größten privaten deutschen Mischfutterhersteller, Deutsche Tiernahrung Cremer, sowie neun weiteren Tiernahrungsproduzenten, die gemeinsam ca. 45 Prozent des deutschen Schweinefutters herstellen.

Studienergebnisse spiegeln Entwicklung bei deuka-Futterkonzepten

„In den Resultaten der DVT-Studie spiegelt sich die Optimierung unserer Mastfutterkonzepte in den vergangenen Jahren wider“, erklärt Christina Jesse, Bereichsleiterin Schwein bei Deutsche Tiernahrung Cremer. „So ist die beobachtete Steigerung der Futtereffizienz einerseits ein Zeichen immer besserer Genetiken, andererseits aber auch die Folge der kontinuierlichen Optimierung der Futterkonzepte. So haben wir es geschafft, durch Berücksichtigung der praecaecale Verdaulichkeit von Aminosäuren und dem vermehrten Einsatz freier Aminosäuren (z. B. Valin), die Proteinresorption unserer Mastfutter deutlich zu verbessern und so den Rohproteingehalt merklich zu senken. Entsprechende Futterkonzepte (z. B. Perform) sind deshalb besonders gut verdaulich, was die Ausscheidung unnötiger Nährstoffe und Emissionen der Schweine deutlich reduziert.“

„Aber auch die Umstellung der Energiebewertung unserer Futterkonzepte – von umsetzbarer auf Nettoenergie – leistete einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Fütterung“, so Jesse. „Nettoenergie berücksichtigt alle endogenen Energieverluste, die während der Verdauung anfallen und die Schweine in Form von Gas, Kot und Wärme an ihre Umwelt abgegeben. Auf Nettoenergie optimierte Konzepte (z. B. unsere DV-Futter) sind effizienter, enthalten weniger Proteinträger (z. B. Soja) und führen insgesamt zu einer Reduktion an Gülle.“

„Stellen Betriebe schließlich auf eine Mehrphasenfütterung um, lassen sich alle genannten Vorteile weiter verstärken. Im Unterschied zu einer Fütterung mit einem universalen Mastfutter, entspricht die Zusammensetzung der einzelnen Phasenfutter viel stärker dem tatsächlichen Bedarf der Schweine im jeweiligen Lebensabschnitt. Aus diesem Grund sind all unsere Mastfutterkonzepte als Drei- bis Fünf-, vereinzelt sogar als Multiphasenfutter erhältlich“, erklärt Jesse.

Effizienz in der Futterherstellung für mehr Nachhaltigkeit

„Effizienz ist der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit – davon sind wir bei Deutsche Tiernahrung Cremer überzeugt. Nur ein effektiver Einsatz der Ressourcen hilft Emissionen einzusparen oder gänzlich zu vermeiden“, erläutert Miguel Diaz Martinez, Geschäftsführer im Bereich Einkauf / Supply Chain. „Nach diesem Grundsatz verfahren wir bei der Gestaltung unserer Produktion und Logistik, ebenso wie bei der Gestaltung unserer Futterkonzepte. So helfen wir unseren Partnern in der Landwirtschaft die gemeinsamen Klimaziele zu erreichen. Die Resultate der DVT-Studien unterstreichen die Erfolge dieser gemeinsamen Bemühungen.“

Weitere DVT-Studien bestätigt Resultate bei Broilerfuttern

Eine parallel vom Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) veröffentlichte retrospektive Studie zu Fütterungs- und Futtertrends bei Broiler- bzw. Hähnchenfuttern kam zu vergleichbaren Resultaten. Die Untersuchung belegte eine beachtliche Reduktion des durchschnittlichen Rohproteingehalts in Mastfuttern für Geflügel zwischen den Jahren 2000 und 2020. Auch hier deutet sich die Erreichbarkeit der angepeilten Klimaschutzziele in Bezug auf eine Ammoniakreduktion von 29 Prozent bis 2030 an.

Ansprechpartner

Tobias Bischoff

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Online-PR-Redakteur / Content-Manager

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