Reduktion von Stickstoff- und Phosphor

Was bringt die Umstellung auf eine N+P-reduzierte Fütterung?

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Die neue Düngeverordnung (DüV) fordert eine Senkung der Stickstoff- und Phosphor-Überschüsse auf landwirtschaftlichen Betrieben. Um die Grenzwerte einzuhalten müssen sich flächenknappe und intensiv geführte Betriebe mit Möglichkeiten zur Reduktion der Überschüsse befassen. Hierzu zählen unter anderem ackerbauliche Ansätze wie Steigerung der Düngeeffizienz, Abgabe überschüssiger Gülle oder – wenn möglich – die Pacht zusätzlicher Flächen. Tierseitig liegt der Fokus vor allem auf einer Verbesserung des Herdenmanagements und Optimierung der Fütterung. Die Umstellung auf eine N+P-reduzierte Variante bietet hier die effizienteste Möglichkeit.

Die Anpassung der Fütterung bildet eine wichtige Stellschraube zur Reduktion der Ausscheidung überschüssigen Stickstoffs (N) und Phosphors (P) von Milchvieh. Die Vermeidung von Luxuskonsum ist hierfür von zentraler Bedeutung. Dabei ist wichtig, dass die Milchleistung der Tiere ebenso erhalten bleibt, wie die Menge und Qualität der Milchinhaltsstoffe.

N-Reduktion durch proteinreduzierte Spezialfutter

Die effizienteste Maßnahme zur Vermeidung von Luxuskonsum ist der Einsatz N+P-reduzierter Spezialfuttermittel. Die N-Einsparung erzielen proteinreduzierte Futter durch einen höheren Gehalt an nutzbarem Rohprotein (nXP). In unseren N+P-Futtern erreichen wir eine Steigerung unter anderem durch Verwendung von UDP 33. UDP 33 ist behandeltes Rapsextraktionsschrot, das mit Hilfe unseres patentierten opticon®-Verfahrens druckhydrothermisch behandelt und pansengeschützt ist. So optimiert liefern unsere Futter besonders viel nXP.

Die Verwendung von UDP 33 sichert zudem die Versorgung der Tiere mit essenziellen Aminosäuren wie nutzbarem Methionin und Lysin am Dünndarm. Zugleich macht die schonende opticon®-Behandlung die Futter besonders schmackhaft, wodurch sie sich ideal als Lockfutter am automatischen Melksystem (AMS) eignen.

Futteranalysen: Voraussetzung für eine effektive Futterumstellung

Grundlage für die Umstellung auf eine N+P-reduzierte Fütterung sind detaillierte Untersuchungen der Grobfuttermittel. Dazu gehören auch stets die Mineralstoffgehalte sowie – vor allem – der Phosphor-Gehalt. Nur mithilfe dieser Daten kann eine gezielte Rationsberechnung erfolgen, die die bedarfsgerechte und nährstoffangepasste Versorgung der Tiere sichert und die Milchleistung der Tiere erhält.

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Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der LUFA (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt) Nord-West bieten wir Landwirt*innen die Möglichkeit der Analyse ihrer betriebseigenen Futtermittel zu rabattierten Preisen.

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Effizienzrechner zeigt Vorteile der Futterumstellung

Mit dem RumiTop® N+P-Effizienzrechner ermitteln Sie nicht nur schnell und einfach den Flächenbedarf für die Austragung der N+P-Überschüsse auf Ihrem Betrieb. Das moderne Tool zeigt zugleich, wie die Umstellung auf eine N+P-reduzierte Fütterung dabei hilft, Überschüsse zu senken und die Vorgaben der neuen Düngeverordnung einzuhalten.

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Weitere Bausteine einer gelungenen N+P-Reduktion

Eine gezielte Anpassung der nXP- und P-Gehalte mittels Phasenfütterung führt im Laktationsverlauf und während der Trockenstehzeit ebenfalls zu einer Reduzierung der N+P-Ausscheidungen. Hierfür ist eine entsprechende Gruppenbildung der Herde oder die Möglichkeit der gezielten Mischfuttergabe in den einzelnen Phasen Voraussetzung.

Vor der Umstellung auf eine N+P-reduzierte Fütterung gilt es zusätzlich zu überprüfen, ob auch die übrigen Maßnahmen des Herdenmanagements ausgeschöpft werden können. Hierzu zählen:

  • Eine Optimierung der Jungviehaufzucht durch z. B. frühes Erstkalbealter, Auslagerung des Jungviehbestandes bzw. Zukauf von hochträchtigen Färsen.
  • Eine Reduzierung der Remontierungsrate.
  • Eine Intensivierung der Tierselektion durch Ausselektion leistungsschwacher bzw. kranker Tiere.
  • Eine Optimierung der Belegungsdichte im Stall sowie des Grundfutter- und Futtertischmanagements.
Milchvieh wartet am Fressgitter auf neues Futter (© Deutsche Tiernahrung Cremer).

Oft unterschätzt: P-Gehalte in Mineralfuttern

Noch bevor eine Reduktion des P-Gehaltes über spezielle Mischfutter in Betracht zu ziehen ist, gilt es den Einsatz der eingesetzten Mineralfutter genau unter die Lupe zu nehmen: Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil des übermäßigen Phosphor-Gehalts vieler Rationen durch die P-Ergänzung des Mineralfutters bedingt wird. Eine Umstellung auf ein P-ärmeres oder -freies Mineralfutter kann deshalb Abhilfe schaffen. Zugleich lassen sich die Futterkosten senken, da jedes Prozent Phosphor im Mineralfutter Kosten verursacht.

Fazit

  • Die neue Düngeverordnung fordert eine Senkung der N+P-Überschüsse auf landwirtschaftlichen Betrieben.
  • Eine wichtige Option hierfür ist die Umstellung auf eine N+P-reduzierte Fütterung.
  • Ein hoher nXP-Gehalt im Futter hilft N einzusparen. Konzepte mit UDP 33 liefern besonders viel nXP und essenzielle Aminosäuren.
  • Die Umstellung auf ein P-ärmeres oder P-freies Mineralfutter hilft bei der Phosphor-Reduktion.
  • Grundlage für die Optimierung der Fütterung ist die detaillierte Analyse der Grobfuttermittel (inkl. Mineralstoffgehalte bzw. Phosphor) und eine gezielte Rationsberechnung durch unseren Außendienst.