Rohstoff- und Nährstofflexikon

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Ruminale N-Bilanz (RNB)

RNB bedeutet „Ruminale N-Bilanz“ und gibt für ein Futter an, ob durch das entsprechende Futtermittel in der Milchkuhfütterung ein Stickstoff(N)-Überschuss oder ein N-Mangel im Pansen vorliegt.

Die Ermittlung erfolgt nach folgender Gleichung: RNB = (Rohprotein-nutzbares Rohprotein)/6,25. Ein Mangel an pansenverfügbarem Stickstoff in der Gesamtration führt zu einer Beeinträchtigung der Pansenfermentation einschließlich der mikrobiellen Proteinsynthese.

Die RNB-Werte eines Futtermittels können sowohl positiv (z. B. bei Grassilage als Grundfutterkomponente, bei Sojaschrot als Proteinkomponente) als auch negativ (z. B. bei Maissilage als Grundfutterkomponente, bei Weizen als Energiekomponente) ausfallen. Bei der Rationsberechnung ist darauf zu achten, durch eine Kombination von Futtermitteln mit positiver und negativer RNB die Gesamtbilanz der Ration möglichst weitgehend auszugleichen. Die „Feinjustierung“ einer Milchviehration sollte aber auch durch die Überprüfung der Harnstoffgehalte in der Milch erfolgen.