Rohstofflexikon

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Vitamin A

Vitamin A wird auch als „Epithelschutz-Vitamin“ bezeichnet, da es bei Aufbau, Schutz und Regeneration von Haut und Schleimhaut eine wichtige Aufgabe hat. Im Bereich der Fruchtbarkeit verbessert Vitamin A die Ovulation und Implantation der Eier, fördert die embryonale und fetale Entwicklung und hat positiven Einfluss auf die hormonelle Trächtigkeitsaktivierung. Auf Wachstums- und Differenzierungsvorgänge im Zellstoffwechsel nimmt Vitamin A regulierend Einfluss. Die Widerstandskraft gegenüber Infektionskrankheiten wird durch eine gesteigerte Antikörperbildung verbessert. Unter Vitamin A-Mangel kann es zu einer negativen Veränderung der Haut und der Schleimhäute kommen, die Eireifung kann verzögert sein und ein Absterben der Embryonen auftreten. Vitamin A kann in der Leber der Tiere gespeichert werden. Die Speichermöglichkeit ist aber bei Jungtieren durchschnittlich niedriger als bei erwachsenen Tieren, wodurch ein Vitamin-A-Mangel bei Jungtieren wesentlich schneller zu einer Erkrankung führt. Pflanzliche Futtermittel enthalten ß-Carotin, das als Vorstufe in Vitamin A umgewandelt werden kann. Die Effektivität der Umwandlung in Vitamin A ist sehr tierartspezifisch und von der Höhe der Aufnahme abhängig. Vitamin A selbst kommt nur in tierischen Erzeugnissen vor.