Rohstofflexikon

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Kalium

Kalium findet sich in den tierischen Zellen und ist mit für den osmotischen Druck des Zellsaftes verantwortlich. Es beeinflusst den Zustand der Zellproteine und die Erregbarkeit der Zellen. Außerdem ist Kalium an der Aktivierung verschiedener Enzymsysteme beteiligt und fördert die Speicherung von Glykogen in der Leber. Im Magen-Darm-Kanal wird Kalium leicht absorbiert und bei Überschuss mit dem Harn ausgeschieden. Dieser Prozess wird durch Hormone der Nebenniere und Hirnanhangsdrüse gesteuert. Bei Verdauungsstörungen können erhebliche Kaliumverluste mit dem Kot auftreten. Bei überhöhten Kaliumgaben ist die Absorption von Magnesium vermindert. Dies führt zu Funktionsstörungen in Muskulatur und Kreislauf. Kalium-Mangelerscheinungen sind äußerst selten, da übliche Futterrationen im Allgemeinen den Bedarf sicher abdecken. Reich an Kalium sind wirtschaftseigene Futtermittel wie Rüben, Kleeheu, Luzerneheu, Wiesenheu, Weidegras und Maissilage. Auch Mischfutterkomponenten wie z. B. Getreidekleien und Ölschrote (z. B. Sonnenblumenschrot, Sojaschrot, Rapsschrot) enthalten den Bedarf sicher deckende Kaliummengen. Eine spezielle Ergänzung des Futters mit Kalium aus mineralischen Quellen ist daher nicht notwendig. Lediglich Hunde benötigen aufgrund des hohen täglichen Kaliumbedarfes eine Futterergänzung mit mineralischem Kalium (Kalisalze, gewonnen aus Gestein – z. B. Sylvin, Carnallit, Kainit).