Rohstoff- und Nährstofflexikon

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Rapskuchen

Rapskuchen ist ein Nebenprodukt der Gewinnung von Rapsöl aus Rapssaat durch Abpressen. Die heute angebauten Rapssorten (Brassica napus ssp.) sind Züchtungen mit sehr niedrigen Erucasäure- und Glucosinolatgehalten („00-Sorten“). Diese Stoffe werden auch als „antinutritive Substanzen“ bezeichnet, da sie die Verdauung negativ beeinflussen können. Die heutigen Rapsprodukte können bedenkenlos in der Fütterung verwendet werden.  Rapskuchen enthält als bedeutende Inhaltsstoffe zwischen 32 und 35 % Rohprotein, ca. zehn % Rohfaser sowie ca. vier % Rohfett und zeichnet sich durch einen im Vergleich zu anderen eiweißreichen Schroten erhöhten Gehalt an der essentiellen Aminosäure Methionin im Protein aus. Der gegenüber dem Extraktionsschrot höhere Rohfettgehalt ist durch die technische Form der Ölgewinnung bedingt. In der Tierernährung wird Rapskuchen als eiweißreiche Komponente vornehmlich in Mischfuttersorten für Wiederkäuer (Kühe, Rinder) aber auch Mastschweine und Mastgeflügel verwendet.

Rapskuchen

Inhaltsstoffe

Gehalt
(je kg Original-
substanz)

Trockenmasse, g/kg

910,00

Rohprotein, g/kg

334,00

Lysin, g/kg

17,70

Methionin, g/kg

6,00

Methionin
+Cystin, g/kg

13,70

Threonin, g/kg

14,70

Tryptophan, g/kg

4,30

UDP, %
vom Rohprotein

30,00

nXP, g/kg

217,90

RNB, g/kg

18,60

Rohfaser, g/kg

115,00

Rohfett, g/kg

80,00

Zucker, g/kg

110,00

Stärke, g/kg

0,00

Stärkebe-
ständigkeit, %

0,00

beständige Stärke
(bXS), g/kg

0,00

NDForg, g/kg

260,00

ADForg, g/kg

k. A.

NFC, g/kg

155,00

Strukturwert
(SW), /kg

0,27

Rohasche, g/kg

72,80

ME, MJ/kg
(Schwein)

12,25

ME, MJ/kg
(Geflügel)

k. A.

ME, MJ/kg
(Rind)

11,60

NEL, MJ/kg

7,15

Calcium, g/kg

6,30

Phosphor, g/kg

10,80

verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)

3,25

Natrium, g/kg

0,12

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh