Rohstoff- und Nährstofflexikon

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Vitamin C

Fast alle Tiere, mit Ausnahmen der Primaten (auch der Mensch), Meerschweinchen und Reh, können das Vitamin C aus Glucose selbst synthetisieren, da sie die hierzu notwendigen Enzyme besitzen (bei Säugetieren in der Leber, bei Vögeln in der Niere). Vitamin C ist für die Bildung und den Stoffwechsel des Bindegewebes von großer Bedeutung. Es ist außerdem an der Bildung einzelner Hormone und der Zellatmung beteiligt. Darüber hat Vitamin C Einfluss auf die Spermaqualität und die Follikelreifung und damit Bedeutung für die Fruchtbarkeit. Daneben hat Vitamin C positiv Einfluss auf die Antikörperbildung und die unspezifische Immunität bei Jungtieren. Bei fast allen Tieren kann es nicht zu einem echten Vitamin-C-Mangel kommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Vitamin-C-Zufuhr im Organismus des Tieres keine positiven Auswirkungen hat. Da die Speicherfähigkeit des Vitamins C in der Leber (Säugetiere) oder in der Niere (Vögel) nur sehr gering ist, kann es in sogenannten Stresssituationen (Erkrankung, Transport, usw.) dazu kommen, dass die Eigensynthese des Organismus zur Erstellung von ausreichend Vitamin C nicht mehr ausreicht. In diesen Situationen können Symptome wie geringe Immunreaktion, verschlechterte Fruchtbarkeit, verzögertes Wachstum und verminderte Eischalenqualität (Hitzestress) beim Geflügel auftreten. Vitamin C kommt nur in wenigen Futtermitteln natürlich vor und wird bei der Lagerung schnell abgebaut. Insbesondere in Futtersorten für Jungtiere wird eine gezielte Ergänzung mit Vitamin C vorgenommen.