Rohstoff- und Nährstofflexikon

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Kartoffelpülpe

Kartoffelpülpe ist ein Nebenprodukt der Gewinnung von Stärke aus Kartoffeln. Die Kartoffelknollen werden zerkleinert und durch Auswaschen die Kartoffelstärke gewonnen. Der größte Teil des Kartoffeleiweißes verbleibt im Waschwasser. Die Zellwandbestandteile und ein gewisser Reststärketeil verbleiben in der Kartoffelpülpe. Die frische Pülpe ist sehr wasserreich, der Trockensubstanzgehalt beträgt ca. 14 %. Er wird durch Abpressen auf ca. 25 % erhöht. Der restliche Wassergehalt wird durch Trocknung entzogen. Die trockene Kartoffelpülpe enthält ca. 16 % Rohfaser und bis zu 35 % Stärke (abhängig vom Grad der Stärkeauswaschung bei der Gewinnung). Getrocknete Kartoffelpülpe findet in der Tierernährung im Mischfutter für Wiederkäuer (Kühe, Rinder) Verwendung. Die Rohfaser wird im Pansen sehr gut fermentiert und stellt unter Einbeziehung der Stärke ein energiebetontes Einzelfuttermittel dar.