Rohstoff- und Nährstofflexikon

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Molybdän

Molybdän ist Bestandteil von Enzymen, die für den Aufbau von Harnsäure und für den Abbau von Nitraten wichtig sind. Zu Kupfer und Schwefel steht Molybdän im gegensätzlichen Verhältnis. Hohe Molybdängehalte verstärken die Phosphorausscheidung. Ein Kupfermangel bei Wiederkäuern wird bei hohen Molybdängehalten im Futter (z. B. auf Moorböden) gefördert. Kupfer hemmt, Molybdän steigert die Bakterientätigkeit im Rinderdarm. Dadurch kann es bei Weidegang bzw. Grünfütterung auf Moorböden häufig zu länger anhaltenden Durchfallerscheinungen kommen. Eine Molybdänunterversorgung führt zu Anämie, Durchfall und Lähmungen (vergleichbar den Symptomen eines Kupfermangels). Der Molybdängehalt der Pflanzen ist stark abhängig vom Wachstumsstandort und der dort vorherrschenden Bodenreaktion. Auf alkalischen Böden erreichen Pflanzen die höchsten Molybdängehalte. Auch Getreide und Ölschrote (z. B. Sojaschrot, Sonnenblumenschrot, Rapsschrot) sind als molybdänreich einzustufen. Die Versorgung der Tiere wird je nach Bedarf über eine gezielte Ergänzung des Futters mit Natrium- Ammonium- oder Calciummolybdat bzw. Molybdänoxid sichergestellt.